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Victory


H. M. S. Victory ist das fünfte Schiff der Royal Navy, das diesen Namen trägt.
Die erste Victory wurde 1559 gebaut und war das Flagschiff Sir John Hawkins’ im Kampf gegen die spanische Armada. 1758 empfahlen die Minister ihrem König Georg II. den Bau von zwölf großen Kriegsschiffen, an deren Spitze ein 100-Kanonen-Schiff stehen sollte. Die Erfolge im englischen sieben-jährigen Krieg, vor allem in Nordamerika, waren der besondere Anlass, auch diesem Schiff den Namen Victory zu geben. Die Victory wurde 1759 auf Kiel gelegt und 1765 vom Stapel gelassen. Die Baukosten betrugen 57 748 Pfund. Ihr erstes Kommando begann als Flagschiff der Kanalflotte unter Admiral Keppel. Bei Ushant kam es zu einem unentschiedenen Gefecht mit einem französischen Geschwader. Von 1778 bis 1803 war Sie an mehreren Schlachten vor allem im Mittelmeer beteiligt. Sie wurde in diesem Zeitraum auch mehrmals überholt und repariert. Nach zwei Jahren im Dock wurde sie 1803 wieder zum Dienst befohlen. Unter dem Oberkommando von Lord Nelson war das Flagschiff Victory mit dem Geschwader im Mittelmeer. Nach 18monatiger Blockade von Toulon gelang Admiral Villeneuve der Ausbruch des französischen Geschwaders. Nelson verfolgte ihn bis in westindische Gewässer und kehrte nach England zurück, ohne die französischen Schiffe gesehen zu haben. Am 15. September verließ Nelson mit seinem Verband Portsmouth, um die Blockade von Cadiz zu leiten. Bei Trafalgar kam es am 21. Oktober 1805 zur entscheidenden Schlacht. Die Victory musste schwerbeschädigt nach Gibraltar eingeschleppt werden. In aller Eile wurde sie dort notdürftig repariert. Am 3. November 1805 kehrte sie mit dem Leichnam Nelsons an Bord nach England zurück. Nach umfangreichen Reparaturarbeiten bei der Marinewerft in Chatham tat das Schiff ab März 1808 wieder Dienst. Als es im Jahre 1813 erneut für Ausbesserungsarbeiten eingedockt werden musste wurde sie nicht wieder an entscheidenden Operationen der britischen Marine beteiligt. Seit 1922 liegt sie nun im Hafen von Portsmouth vor Anker. An jedem Jahrestag der Schlacht von Trafalgar findet an Bord des Schiffes eine Gedenkfeier statt.

Technische Daten:

Art: Linienschiff = Dreidecker, Holz
Nation: Großbritannien
Eigner: Kriegsflotte; (Flaggschiff des Portsmouth – Kommandos)
Liegeplatz: Portsmouth (Trockendock)
Baujahr: 1759; Kiellegung 23.Juli 1759; Stapellauf 7. Mai 1765; Indienststellung 1778
Werft: Single Dock, Chatham – Medway;
Konstruktion: Thomas Slade, Senior Surveyor of the
Royal Navy
Vermessung: ca. 3500 ts Deplacement; ca. 4000 ts Deplacement voll ausgerüstet;
2162 t Tragfähigkeit
Abmessungen: Länge über alles ca. 100,000 m
Länge Rumpf 69 00 m
Länge Geschützdeck 56,50 m
Vermessungslänge 46,30 m
Vermessungsbreite 15,30 m
Größte Breite 15,70 m
Breite über alles ca. 60,00 m
Seitenhöhe ca. 10,00 m
Tiefgang ca. 6,00 m
Besegelung: Vollschiff – Takelung; Untersegel, einfache Marssegel, einfache
Bramsegel, Leesegel an Fock und Großmast
Masten, Spieren: Alle Masten: Untermast, Marsstenge, Bramstenge
Höhe der Masten über Wasserlinie:
Fockmast 55,00 m
Großmast 62,00 m
Kreuzmast 46,00 m
Bugspriet mit Klüverbaum ca. 35,00 m
Bugsprietrah 19,50 m
Großrah 31,00 m
Groß – Bramrah 14,50 m
Besatzung: Bei Trafalgar 850 Offiziere, Mannschaften und Seesoldaten
Bewaffnung: 104 Kanonen (1805)
Unteres Geschützdeck 30 32 – Pfd,
Mittleres Geschützdeck 28 24 – Pfd,
Oberes Geschützdeck 30 12 – Pfd,
Quarterdeck 12 12 – Pfd, Back 2 12 – Pfd und 2 68 – Pfd -
Carronaden (Größte Reichweite der 32 – Pfünder 1,5 Meilen)
Verwendung: Museums – Schiff (als stationäres Flaggschiff noch im Dienst)

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