Segeln aus Leidenschaft

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Niagara


Im Krieg von 1812-1814 zwischen den Vereinigten Staaten und England trachteten beide Mächte danach, die Kontrolle über die großen Seen zu gewinnen. Für die U.S.A ging es in erster Linie darum, ein weiteres Vordringen der Engländer nach Süden zu verhindern, auf der anderen Seite aber zu versuchen, selbst in Kanada einzudringen. Der Friede von Gent am 24. Dezember 1814 beendete den Krieg.

Gleich zu Anfang des Krieges begannen die U.S.A. eine kleine Flotte für den Eriesee zu bauen, deren größte Schiffe die Niagara und ihr Schwesterschiff Lawrence waren. Die Flotte stand unter dem Kommando von Captain Oliver Hazard Perry.

Am 10. September 1813 kam es zum Gefecht in der Put-in-Bay (Ohio), in dem die Engländer besiegt wurden. Auf amerikanischer Seite kämpften zwei Briggs, vier Kanonenboote und vier weitere kleine bewaffnete Einheiten. Die Engländer führten zwei Vollschiffe, zwei Briggs, einen Schoner und eine Slup ins Gefecht.
Die Niagara war das Flaggschiff von Captain Perry. Während des Kampfes hatte er das Signal „Don’t Give up the Ship“ setzen lassen.

Bis heute wurde das Schiff zweimal gründlich restauriert. Bis auf ein 24 m langes Stück des Original-Kiels musste dabei der Größte Teil der alten Bauelemente ersetzt werden. Diese Brigg ist das letzte Schiff dieser Takelungsart, das heute noch zu sehen ist. Einst waren jene schnellen Kriegsschiffe gefürchtete Gegner. Die Niagara liegt heute als Denkmal in einer festen Bettung im Niagara Park in Erie (Pennsylvanien) Es wurde jedoch 1988 in den U.S.A. ein Nachbau dieses Schiffes mit selbem Namen fertiggestellt auf dem man als Matrose oder Passagier mitsegeln kann.

Technische Daten:

Art: Brigg, Holz
Nation: U.S.A.
Eigner: The Pennsylvania Historical and Museum Commission, Harrisburg
Liegeplatz: Erie, Niagara Park
Baujahr: 1812; Stappellauf Juni 1813
Werft: Presque Isle-Werft, Erie
Vermessung: 500 BRT
Abmessungen: Länge über alles 47,90 m
Länge zwischen den Loten 33,50 m
Größte Breite 8,80 m
Raumtiefe (Kiel bis unterstes Deck) 1,70 m
Tiefgang 3,60 m
Besegelung: 9 Segel; 2 Vorsegel; einfache Bramsegel
Masten, Spieren: Mars- und Bramstenge, Bugspriet mit Klüverbaum, Höhe
Bugspriet mit Klüverbaum, Höhe Großmast über Deck 30 m
Besatzung: Etwa 100 Mann
Bewaffnung: 17 Geschütze; 2 12-Pfünder, 15 32-Pfünder
Verwendung: Museums-Schiff

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